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Wort der Woche

Lernen Sie hier alle 14 Tage einen neuen französischen Ausdruck kennen!

perdre son latin

Wenn jemand « sein Latein verliert », hat er dann mit einem Mal alle seine Lateinkenntnisse vergessen? Ursprünglich kommt der Ausdruck daher, dass Latein als schwierige Sprache gilt und früher nur von Gelehrten gesprochen wurde. Zunächst wurden damit Tiere beschrieben, da diese nicht sprechen können. Später wurde der Ausdruck dann auch für Menschen verwendet, um auszudrücken, dass jemand etwas nicht versteht und nicht mehr weiterweiß. „Perdre son latin“ ist also ein Ausdruck von Ratlosigkeit. Im Deutschen gibt es übrigens eine ganz ähnliche Redewendung: „mit seinem Latein am Ende sein“.

il n'y a pas photo

Wenn ein Franzose sagt, dass es kein Foto gibt, will er damit sagen, dass die Sache glasklar ist. Die Aussage wird immer im Rahmen einer Situation, in der man Dinge miteinander vergleicht, angewendet, z.B. "Ich habe 6 kg abgenommen, siehst du mir das an?" "Il n'y a pas photo! (Na klar, kein Vergleich zu vorher!"). Der Ursprung findet sich bei den Pferderennen: Wenn mit bloßem Auge nicht erkennbar ist, welches Pferd als erstes die Ziellinie überquert hat, braucht es ein Zielfoto, mit dessen Hilfe die Einlaufreihenfolge nachvollzogen werden kann. Ist allerdings eindeutig erkennbar, wer der Gewinner ist, braucht es eben kein Foto. Auf Deutsch könnte man auch sagen: Ist doch klar wie Kloßbrühe! Sonnenklar!

mouiller son maillot

Wenn man sich beim Sport ordentlich anstrengt, kann es schon mal passieren, dass man sein Trikot durchschwitzt. In Frankreich wird der Ausdruck "sein Trikot nass machen" (= "mouiller son maillot") auch im übertragenen Sinn gebraucht: Zum Beispiel wenn sich jemand besonders anstrengt und sich große Mühe gibt, seine Aufgabe gut zu machen. Wenn der französische Chef also dazu aufruft, dass das Team sich das Trikot nass machen soll, dann ist es Zeit, sich reinzuhängen!

en faire tout un fromage

Die dem 20. Jahrhundert entstammende Redewendung findet ihren Ursprung naheliegenderweise in der Käseherstellung (fromage = Käse). Dank ihres Fachwissens gelingt es den Käsemeistern aus einem so einfachen Grundstoff wie der Milch von Tieren das sehr viel komplexere Produkt Käse herzustellen. Personen, die also aus allem einen Käse machen, haben die Tendenz maßlos zu übertreiben und aus „jeder Mücke einen Elefanten zu machen“.

C'est du gâteau

„Das ist Kuchen!" sagt der Franzose, wenn er betonen will, wie babyleicht etwas ist. Dieser Ausdruck stammt aus dem 18. Jahrhundert - denn offenbar fand man damals, dass es nichts einfacheres gibt, als Kuchen zu backen. Auf Deutsch würde man sinngemäß "Das ist ein Kinderspiel!" sagen.

fumer la moquette

"Tu as fumé la moquette ?!" - Wer in Frankreich gefragt wird, ob er den Teppich geraucht hat, hat wohl ganz schön Quatsch erzählt: Dieser umgangssprachliche Ausdruck bedeutet nämlich sinngemäß „Unsinn daherreden“. Er geht zurück auf die Verspottung von Cannabisabhängigen, denen ihr Gras ausgegangen ist und die vor Verzweiflung das rauchen, was in einer Wohnung Gras am nächsten kommt: den Teppich! Die äquivalente Aussage in Deutsch wäre wohl zu fragen "Spinnst du?!"  

ce n'est pas la mer à boire

Du musst ja nicht das Meer austrinken, sagt der Franzose, wenn er jemanden beschwichtigen will, der gerade übertreibt. Dieser Ausdruck passt zum Beispiel dann, wenn Ihr Arbeitskollege sich darüber beschwert, wie viel er heute noch zu erledigen hat – Sie aber genau wissen, dass er sich zu sehr hineinsteigert und die Aufgaben eigentlich gut machbar sind. In dem Fall können Sie ihn auf den Boden der Tatsachen zurückholen, indem Sie darauf hinweisen, dass es noch deutlich schwieriger wäre, das Meer austrinken zu müssen.

C'est un secret de Polichinelle

Wer in Frankreich die Mauer macht, bleibt keineswegs wie angemauert stehen - ganz im Gegenteil: Er klettert darüber und haut heimlich ab! Dieser französische Ausdruck bezeichnet nämlich das unerlaubte Verlassen eines Ortes. Zum Beispiel, wenn man sich als Jugendlicher heimlich rausschleicht, um auf eine Party gehen zu können...

passer comme une lettre à la poste

Das geht durch wie ein Brief in der Post, sagt der Franzose, wenn etwas besonders glatt läuft. Dieser bildliche Ausdruck, der seine Ursprünge im 19. Jahrhundert hat, erscheint logisch: Denn einfacher konnte man nie zuvor eine schriftliche Nachricht übermitteln, als sie als Brief abzugeben. Dieser erreicht schließlich seinen Empfänger in kürzester Zeit, ohne dass man sich weiter darum bemühen muss. In Deutschland würde man dazu sinngemäß „reibungslos über die Bühne gehen“ sagen.

ramener sa fraise

Wer in Frankreich seine Erdbeere mitbringt ist, alles andere als beliebt: Dieser Ausdruck bedeutet nämlich, sich in fremde Angelegenheiten zu mischen und seine Meinung kundzutun, obwohl man nicht danach gefragt wurde. Auf Deutsch würde man "seinen Senf dazugeben" sagen. Aber warum ausgerechnet die Erdbeere? Diese Frucht steht auf Französisch umgangssprachlich für den Kopf. Wer seine Erdbeere mitbringt, bringt demzufolge seinen eigenen Kopf (ungebetenerweise) ein. 

Jetzt, da Sie auch reichlich umgangssprachliche Ausdrücke aus dem Nachbarland kennen, sind Sie für den Alltag in Frankreich bzw. den Umgang mit Franzosen gut gewappnet und sollten sich unbedingt unsere neuesten Stellenanzeigen mit deutsch-französischem Kontext ansehen!
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