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Wort der Woche

Lernen Sie hier alle 14 Tage einen neuen französischen Ausdruck kennen!

Dindon de la farce

Der „dindon de la farce“ ist in Frankreich jemand, der reingelegt oder aufgrund seiner Naivität ausgenutzt wird. Wörtlich geht dieser Ausdruck zurück auf die Welt des Theaters: In einer französischen Farce, einem komödiantischem Theaterstück, wurden die leichtgläubigen Charaktere, die oftmals als bemitleidenswerte Verlierer aus dem Stück herausgingen, als Truthähne ("dindon") verkleidet. Also Vorsicht, lassen Sie sich lieber nicht das Truthahnkostüm anziehen, wenn Sie nicht am Ende der Dumme sein wollen!

Couper la poire en deux

Ein "jeune loup", also ein junger Wolf, ist in Frankreich ein ehrgeiziger junger Mensch, der vor nichts zurückschreckt, um erfolgreich zu sein. Der Ausdruck beruht auf der Vorstellung eines unersättlichen jungen Wolfs, der wild und jederzeit zur Jagd bereit ist. Sicher haben auch Sie schon einmal so jemanden getroffen, z.B. einen extrem ambitionierten Kollegen, für den seine Karriere an oberster Stelle steht.

Chercher midi à 14 heures

Wer in Frankreich sehr lange auf jemanden warten muss, macht wortwörtlich den Lauch: Der Ausdruck „faire le poireau“ stammt aus dem 19. Jahrhundert und spielt darauf an, dass Lauch sehr gerade und unbeweglich aus der Erde wächst. Damit erinnert er an eine Person, die lange wartet und sich die Beine in den Bauch steht. Wenn Ihr Freund also zu spät zur Verabredung erscheint, machen Sie für ihn den Lauch. Nur Vorsicht, dass Sie dabei keine Wurzeln schlagen! ;-)

L'habit ne fait pas le moine

Der Gedanke hinter dieser Redewendung ist, dass auch Menschen, die sich dem Dienste Gottes verschrieben haben, von schlechten Taten nicht ausgeschlossen sind. Die Realität ist also anders, als es auf den ersten Blick erscheint. Die äquivalente deutsche Redewendung ist: „Der Schein trügt“.

mi-figue
mi-raisin

Am Ende des 15. Jahrhunderts sagte man, dass eine Situation "halb Feige halb Traube" sei, um auszudrücken, dass sie sowohl gute als auch schlechte Aspekte aufzuweisen hatte. Der Wahl dieser beiden Früchte ist nicht zufällig. Die Feige hatte schon immer eine negative Konnotation, während Trauben schon immer sehr geschätzt wurden. Der deutsche Ausdruck, der wohl am ehesten an diesen französischen Ausdruck herankommt, ist "weder Fisch noch Fleisch", den man für etwas Ambivalentes, das man nicht klar in eine Sparte einordnen kann, benutzt.
 

Mettre son grain de sel

Dieser Ausdruck aus dem 20. Jahrhundert bedeutet wortwörtlich "sein Salzkorn hinzugeben", und stammt aus einer Übersetzung des Lateinischen "cum grano salis", was "mit einem Körnchen Salz" bedeutet. Hier ist das "Salzkorn" als ein aktiver Beitrag zu verstehen, der aber nicht sehr erwünscht ist. Der Ursprung dieser Bedeutung ist nicht bekannt. Im Deutschen ist das Äquivalent dieses Ausdrucks sehr ähnlich, außer das man hierzulande "seinen Senf dazugibt" und kein Salz. 

Avoir du pain sur la planche

Der Ausdruck "avoir du pain sur la planche" (Brot auf dem Brettchen haben) hat sich in Frankreich im 19. Jahrhundert verbreitet. Ursprünglich war die Bedeutung aber eine andere, nämlich genug Reserven zu haben für die Zukunft. Die Bauern bereiteten damals große Mengen Brot zu, welches sie auf einem an der Decke befestigten Holzbrett aufbewahrten, ihre Reserve. Die Bedeutung wurde mit der Zeit durch andere umgangssprachliche Ausdrücke weiterentwickelt und erhielt ihren heutigen Sinn, nämlich "viel Arbeit haben" oder auch "viel um die Ohren haben". 

Mettre la main à la pâte

Dieser Ausdruck bedeutet wortwörtlich so viel wie "die Hand an den Teig legen" und ist das französische Gegenstück zum deutschen „tatkräftig Hand anlegen“. Es ist eine Anspielung auf den Brotteig („pâte“), den der Bäcker sehr lang kneten muss. Es geht also um eine Tätigkeit, die eine gewisse Anstrengung bedeutet und Ausdauer bei der Sache benötigt. Beispiel: Eine Gruppe Freunde will eine Wohnung renovieren (neue Tapete, Anstrich etc.). Bevor sie anfangen, werden „die Ärmel hcohgekrempelt“ und einer sagt: „Maintenant, il faut mettre la main à la pâte“ und dann geht die Arbeit los.

Faire les 100 pas

Wenn ein Franzose einem Deutschen davon erzählt, dass er hundert Schritte gegangen ist, spielt er auf eine Situation an, in der er entweder lange warten musste und ihn das genervt hat oder er nervös war (zum Beispiel vor einem Vorstellungsgespräch, beim Warten auf ein medizinisches Testergebnis etc.). Oft läuft man dann auf und ab, um die Zeit rumzukriegen. Der Ausdruck hat seinen Ursprung bei den Mönchen, die einen kompletten Rundgang durch das Kloster mit "faire les 100 pas" bezeichneten.

Coup de barre

Besonders in Zeiten, wo viele von uns im Homeoffice arbeiten, kommt es zu dem Phänomen, welches die Franzosen als "Coup de barre" kennen. Dieser ist für die Deutschen nichts anderes als ein kurzfristiger Durchhänger während des Tages, der z.B. nach vielen Stunden vor dem Computer auftreten kann - ein Motivationsloch gepaart mit dem dringenden Wunsch nach baldigem Feierabend. Oft lässt sich das mit einer Tasse Kaffee, einem Schokoriegel und/oder einer Portion frischer Luft gut bekämpfen! 

Faire du lèche-vitrine

"Dieses französische Sprichwort stammt aus dem 19. Jahrhundert und bedeutet so viel, wie „Schaufensterbummel“. Ganz allgemein beschreibt dieser Ausdruck eine Person, die sich die Schaufenster ansieht, ohne etwas zu kaufen. 
Bei wortwörtlicher Übersetzung kann man feststellen, dass der Ausdruck das Verb „lécher=lecken“ beinhaltet, welches seit dem 12. Jahrhundert so viel bedeutet, wie „die Zunge über etwas zuführen“.
Wenn jemand also ein Schaufenster sehr genau und freudig betrachtet und dabei immer näher heranrückt, sieht es fast so aus, als würde er vor lauter Begeisterung über die ausgestellte Ware das Fenster ablecken. Davon wird natürlich aus hygienischen Gründen stark abgeraten. Ganz zu schweigen von den Spuren, die die Person am Fenster hinterlässt und zum Unmut des Ladenbesitzers führen..."

Prendre une prune

Die Redewendung „prendre une prune“ dient als Verbildlichung der Ausdrücke „Avoir une contravention“ oder „Payer une amende“ – wird also verwendet, wenn sich jemand eine Geldstrafe einfängt. Früher auf dem Land galt die Pflaume (la prune) als Synonym für das Wort Fausthieb oder Faustschlag. Der Schmerz, den man sich für einen Faustschlag einfängt, wurde mit dem Schmerz für das zu zahlende Geld gleichgesetzt, wodurch im Laufe der Zeit die Redenwendung „prendre une prune“ entstand.

C'est un secret de Polichinelle

Dieser Ausdruck hat seinen Ursprung in Italien, wo Polichinelle, eine Figur der Commedia dell'arte, bekannt dafür war, sehr laut zu sprechen und alle Geheimnisse, die ihr anvertraut wurden, weiterzuerzählen. Ein secret de Polichinelle (Polichinelle's Geheimnis) ist in Deutschland das "offene Geheimnis": eine Sache, die eigentlich geheim war, aber inzwischen jeder weiß. 

La fin des haricots

Während der Deutsche am Ende vom Lied angekommen ist, einfach nicht mehr weiterweiß und jegliche Hoffnung verloren hat, sind für den Franzosen die Bohnen („haricots“) ausgegangen. Hier 2 mögliche Ursprünge: Trockene Bohnen wurden früher als Spieleinsatz benutzt, wenn zum Spaß und nicht um Geld gespielt wurde. Waren einem Spieler alle Bohnen ausgegangen, bedeutete das also, dass er die Partie verloren hatte. Eine andere Erklärung bezieht sich auf die Bohnen als sehr günstiges Grundnahrungsmittel, früher vor allem in Internaten, Gefängnissen oder für die arme Unterschicht. Gingen also sogar die Bohnen aus, hieß das wirklich, dass man am Ende war.

Trois fois rien

Wenn man diese französische Redewendung Wort für Wort übersetzt, hieße sie „drei Mal nichts“. Im übertragenen Sinne ist die Rede von „für ‘nen Appel und ‘nen Ei“ („cela ne coûte trois fois rien“ - in finanzieller Hinsicht). Auch möglich sind Übersetzungen wie „ist nicht der Rede wert“ „(c'est trois fois rien“) oder „etwas erfordert nur einen geringen Aufwand“ („il suffit de trois fois rien“ – was Zeit oder Material betrifft).

N'y voir que du feu

Wenn die Franzosen „nichts als Feuer sehen“, bedeutet das, dass etwas erfolgreich vor ihnen geheim gehalten wird und sie somit die Wahrheit nicht erkennen. Wenn beispielsweise bei einer Wohnungsbesichtigung Löcher in der Wand mit Bildern oder abgenutzte Fußböden mit Teppichen bedeckt werden,  sehen die Besucher „nichts als Feuer“ und schätzen die Qualität der Wohnung viel besser ein, als sie tatsächlich ist. Ein möglicher Ursprung dieser Redewendung bezieht sich auf die kurzzeitige „Blindheit“ und das Gefühl viele kleine Feuerfunken zu sehen, wenn wir uns kräftig den Kopf stoßen und folglich in diesem Moment nicht realisieren können, was um uns herum geschieht.

Avoir un poil dans la main

„Ein Haar in der Handfläche haben“ hört sich weder sonderlich schön an, noch hat dies in Frankreich eine positive Bedeutung. Die womöglich plausibelste Erklärung bezieht sich auf eine Person, die ihre Hände so selten benutzt, dass daraus schon Haare wachsen könnten. Der Ausdruck stammt wohl aus dem 19. Jahrhundert, also aus einer Zeit, in der die meiste Arbeit körperlich und nicht von Maschinen verrichtet wurde. Eine Person, die also ihre Hände nicht zum Arbeiten benutzte, galt als besonders faul. „Mon fils a vraiment un poil dans la main : il ne fait strictement rien de ses journées.", ist daher ein Satz, den sicherlich schon so manche französischen Eltern von sich gegeben haben.

Madeleine de Proust

Sie kennen sicherlich das französische Gebäck "Madeleine". Der französische Schriftsteller Marcel Proust (1872-1922) beschreibt in einem seiner Romane, wie dieses Gebäck ein intensives Gefühl in ihm auslöst: es führt ihn unmittelbar in seine Kindheit zurück, als seine Tante ihn zum Tee Madeleines reichte. Heutzutage ist eine "Madeleine de Proust" also etwas, z.B. ein Moment, ein Geschmack oder ein Geruch, der Kindheitserinnerungen in uns weckt. Wenn ein Franzose also sagt "Ce parfum, c'est ma madeleine de proust" bedeutet das, dass der Geruch eine bestimmte Erinnerung hervorruft.

Retourner sa veste

In Frankreich wird dieser Ausdruck verwendet, um Personen zu beschreiben, die ihre Meinung  grundlegend so verändern, um in jedem Fall selbst von ihr profitieren zu können. Die Redewendung entstand durch den Prinzen von Piemont, Charles-Emmanuel de Savoie (1562-1630), der um jeden Preis König von Frankreich oder Spanien werden wollte. Charles-Emmanuel trug ein Hemd, das auf der einen Seite weiß und auf der anderen rot war. Die beiden Seiten spiegelten jeweils die Farben der Nationen wieder: Rot trug Charles in Spanien und blau in Frankreich. Dementsprechend musste er also je nach Anlass „seine Weste drehen“ (= retourner sa veste), um den Interessen der jeweiligen Länder zu entsprechen.

Voir midi à sa porte

Früher waren Uhren ein Luxus und die Bevölkerung las die Uhrzeit anhand des Schattens des Glockenturms ihres Dorfes ab. Je nachdem von wo aus man schaute, zeigte die Spitze des Turms zu verschiedenen Zeiten Mittag an. Gleichzeitig waren jedoch alle davon überzeugt, die "richtige Zeit" zu sehen. Aus diesen Meinungsverschiedenheiten entstand der Ausdruck "voir midi à sa porte", der im übertragenenen Sinne darauf anspielt, dass jeder eine subjektive Wahrnehmung der Dinge hat. Sie haben zum Beispiel seit Langem den Wunsch, in einem bestimmten Unternehmen in einer bestimmten Position zu arbeiten. Die Stelle wird frei, Sie bewerben sich und hören nach ein paar Wochen, dass Ihre beste Freundin den Job bekommen hat. Nun sind sie wütend, dass sie sich auf den Posten beworben hat, den Sie seit Ewigkeiten wollen, sie hingegen ist beleidigt, dass Sie sich nicht für sie freuen. Sie sehen beide den Mittag vor ihrer (eigenen) Tür.

Mettre les pieds dans le plat

„Mettre les pieds dans le plat“ bedeutet unbeholfen ein Thema anzusprechen, ohne sich darüber bewusst zu sein, dass es besser wäre es zu vermeiden. Im 19. Jahrhundert war ein „plat“ eine weite Fläche von Niedrigwasser. Der Boden eines „plat“ war oft dreckig; deshalb bedeutete dieses provinzielle Sprichwort ursprünglich „im Dreck patschen“. Dieses Bild verdeutlicht, dass das Thema für alle Anwesenden unangenehm ist. 

Faire son beurre

„Faire son beurre“ wird im Französischen auch mit „se faire beaucoup d’argent“ gleichgesetzt. Die Butter gilt dabei als Symbol von Wohlstand und Fülle. Jemand, der fleißig arbeitet und seinen Wohlstand anhäuft oder seine berufliche Position stärkt, schlägt seine eigene Butter. 

Ne pas être né de la dernière pluie

Stellen Sie sich vor, Sie kommen des Öfteren zu spät zur Arbeit. Ihr Vorgesetzter stellt sie zur Rede und sie lassen sich Tag für Tag eine neue Ausrede einfallen. Eines Tages sagt er Ihnen: "Je ne suis pas né de la dernière pluie" (lit.: "Ich wurde nicht vom letzten Regen geboren"). Diese Redewendung bedeutet so viel wie "ich bin nicht von gestern".  Der "letzte Regen" stellt das Neue und Frische dar und kann im Rahmen dieser Redensart als Unwissenheit interpretiert werden. Ihr Vorgesetzter möchte also damit ausdrücken, dass er an ihren Ausreden zweifelt und nicht leichtgläubig ist.  

Faire l'autruche

Wörtlich übersetzt bedeutet dieser Ausdruck „ den Strauß machen“. In Frankreich wird es benutzt, wenn man sich der Realität nicht stellen und ein Problem nicht angehen will. Dieser Ausdruck erschien mit dem Studium der afrikanischen Tierwelt entlang des siebzehnten Jahrhunderts. Der Legende nach vergraben Strauße ihre Köpfe bei Gefahr im Boden. Allerdings fand man schnell raus, dass dies einem Irrglauben entspricht. Tatsächlich ist der Strauß alles andere als ein ängstliches Tier. Trotzalledem wurde diese Legende  schnell in die französische Sprache integriert und ist mit dem deutschen „den Kopf in den Sand stecken“ vergleichbar.

Ça ne casse pas les trois pattes à un canard

In einem Gespräch mit einem Franzosen kann es häufig vorkommen, dass Sie ihn sagen hören "Das bricht aber nicht die drei Beine einer Ente", beispielsweise wenn Sie über das Programm einer Veranstaltung reden oder über die neuen Reformen eines Politikers. Doch was hat die Ente auf einmal mit dem Gesprächsthema zu tun? Wie wir alle wissen, besitzen Enten üblicherweise nur zwei Beine. Sollten Sie also eine Ente mit drei Beinen finden und dieser auch noch alle drei brechen, würde dies wohl an ein Wunder grenzen. Benutzen die Franzosen also diese Redewendung in einer Konversation, so meinen Sie damit, dass etwas nichts Besonderes ist bzw. es sie nicht beeindruckt, da es etwas ganz normales ist (denn es ist nicht in der Lage, die 3 Beine einer Ente zu brechen). In Deutschland würde man in diesem Fall die Redewendung "Das haut mich nicht vom Hocker" benutzen. 

Les carottes sont cuites

Wörtlich lässt sich diese Redewendung mit dem Satz “Die Karotten sind gar” übersetzen - im übertragenen Sinne würde man allerdings eher behaupten, dass „alles im Eimer“ ist beziehungsweise „alle Würfel gefallen“ sind. Der Ausdruck geht auf das 17. Jahrhundert zurück, wo sich die ärmeren Bevölkerungsschichten fast ausschließlich von Möhren und Fleisch ernährten. Wenn eine Person dem Tod nahe war, wurde sein Leib mit dem Fleischstück eines Tieres verglichen, das zusammen mit den Karotten zum Verzehr bereitgestellt wird. Die Redewendung „Les carottes sont cuites“ wird dementsprechend verwendet, um die Ausweglosigkeit einer Situation zu beschreiben.

Tomber dans les pommes

Fällt in Frankreich jemand „in die Äpfel“, dann ist ihm dringlichst anzuraten, sich auszukurieren. „Tomber dans les pommes“ bedeutet nämlich letztlich nichts anderes als „ohnmächtig werden“. Der Ursprung dieser Redensart ist nicht eindeutig bestimmt. Der Ausdruck könnte vom dem Wort „pâmer“ (ein veralteter, poetischer Ausdruck für „in Ohnmacht fallen“) abgeleitet sein. Eine andere wahrscheinlichere Theorie besagt, dass sich diese Redewendung aus einem Brief der Autorin George Sand an eine gewisse Mme. Dupin ableitet. In diesem benutzt die Autorin den Ausdruck  „sich in weichgekochten Äpfeln befinden“, um auf Ihre große körperliche Erschöpfung hinzuweisen. 

Être comme un coq en pâte

Entgegen des ersten Eindrucks, entspricht diese Redwendung nicht dem deutschen "Hahn im Korb". Viel mehr können Sie diesen Ausdruck mit der deutschen Redewendung "Wie Gott in Frankreich leben" oder "wie die Made im Speck leben" vergleichen. Wollte man früher einen besseren Preis für seinen Hahn auf dem Markt erzielen, so brachte man ihn fürsorglich aufgehoben in einem bequemen Korb zum Marktgeschehen und sprach so von "être comme un coq de panier". Da es für eine leckere Pastete ebenso einen qualitativ und wohlschmeckenden Hahn benötigt, wurde später der Korb durch den Teig ersetzt. 

Pedaler dans la choucroute

Sprechen Franzosen von „ pedaler dans la choucroute“, dann hat das weniger damit zu tun, dass sie im „Sauerkraut radeln“, sondern bedeutet viel mehr, dass sie „den Durchblick verloren haben“, „auf dem Schlauch stehen“ und gerade einfach „nicht mehr weiterkommen“. Diese vergleichsweise noch junge Redewendung entstammt dem Radrennsport – genauer gesagt der Tour de France. Der Schlusswagen („voiture balai“) dient(e) dazu, erschöpfte Fahrer noch vor Beendigung ihrer eigentlichen Etappe bis zur Ziellinie mitzunehmen. Es war anlässlich der ersten Tour de France-Rennen mit Werbeschildern für diverse Sauerkraut-Hersteller plakatiert. So hat sich im Laufe der Zeit die Redewendung etabliert, die „Ziellinie im Sauerkraut erreichen“.Sprechen Franzosen von „ pedaler dans la choucroute“, dann hat das weniger damit zu tun, dass sie im „Sauerkraut radeln“, sondern bedeutet viel mehr, dass sie „den Durchblick verloren haben“, „auf dem Schlauch stehen“ und gerade einfach „nicht mehr weiterkommen“. Diese vergleichsweise noch junge Redewendung entstammt dem Radrennsport – genauer gesagt der Tour de France. Der Schlusswagen („voiture balai“) dient(e) dazu, erschöpfte Fahrer noch vor Beendigung ihrer eigentlichen Etappe bis zur Ziellinie mitzunehmen. Es war anlässlich der ersten Tour de France-Rennen mit Werbeschildern für diverse Sauerkraut-Hersteller plakatiert. So hat sich im Laufe der Zeit die Redewendung etabliert, die „Ziellinie im Sauerkraut erreichen“.

Monter sur ses grands chevaux

Diese französische Redwendung findet ihren Ursprung im Mittelalter. Um in Kriegszeiten einen guten Überblick über das Schlachtfeld zu haben, war ein großes Pferd für die Ritter damals ein großer Vorteil. Durch ihre kräftige Statur konnten die Pferde die Last der schwer ausgerüsteten Ritter besser tragen, welche somit das einfache Fußvolk mühelos bekämpfen konnten. Im eigentlichen wie auch im übertragenen Sinne, blickte der Ritter hoch von seinem Ross auf das Fußvolk herab. Heute benutzt man diese Redewendung, wenn eine Person sich stark aufregt, aggressiv oder schnell zornig auf eine Provokation reagiert. 

Appeler un chat un chat

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Nach einer Zeit des Aufschwungs befindet sich Ihre Firma in einer wirtschaftlich schwachen Phase und hat Schwierigkeiten am Markt zu bleiben. Ihren Mitarbeitern eine Erklärung ausstehend, wenden Sie sich an die Belegschaft: „Ich werde direkt zum Punkt kommen wir stecken in einer Krise.“ Ob Sie nun „das Kind beim Namen nennen“, „die Karten direkt auf den Tisch legen“ oder „kein Blatt vor den Mund nehmen“, die Franzosen nennen halt die Katze Katze, aber meinen das gleiche.

Raconter des salades

Wir alle wissen, wie sehr die Franzosen gutes Essen schätzen. Doch was bedeutet es, wenn ein Franzose Sie beschuldigt, Salat zu erzählen? Er glaubt Ihnen nicht! 
Nehmen wir an, Sie kommen nach einer kleinen Kaffeepause zu spät zu Ihrem Meeting mit dem Chef. Ihm gegenüber entschuldigen Sie sich, dass der Anruf eines Kunden Sie noch aufgehalten hat. Doch er glaubt Ihnen nicht: « Arrêtez de me raconter des salades, je vous ai vu à la machine à café. » 
Diese Redewendung stammt aus dem 19. Jahrhundert. Um eine gute Lüge aufzutischen, bedarf es lediglich ein wenig Humor, einer kreativen Ausrede, ein wenig von der Wahrheit und den richtigen Ton. Mischt man diese Bestandteile miteinander, hat man sehr gute Chancen diesen „Salat“ als Wahrheit aufzutischen. Denn auch ein Salat besteht aus einer Kombination von Zutaten, die gut miteinander harmonieren und somit die perfekte Mischung ergeben. 

Être fleur bleue

„Die blaue Blume der Romantik“ stammt ursprünglich aus dem Werk „Heinrich von Ofterdingen“ des Barons Friedrich von Hardenberg, der zu seiner Zeit unter dem Namen Novalis schrieb. In diesem Roman ist erstmals von einer blauen Blume die Rede, die bis heute als zentrales Symbol der Romantik für Sehnsucht und Liebe steht.
Die Redewendung „blaue Blume sein“ wird jedoch in Frankreich für eine Person verwendet, die sehr sentimental und/oder naiv ist. Das deutsche Pendant ist der Ausdruck „blauäugig sein“.

Être fleur bleue

„Die blaue Blume der Romantik“ stammt ursprünglich aus dem Werk „Heinrich von Ofterdingen“ des Barons Friedrich von Hardenberg, der zu seiner Zeit unter dem Namen Novalis schrieb. In diesem Roman ist erstmals von einer blauen Blume die Rede, die bis heute als zentrales Symbol der Romantik für Sehnsucht und Liebe steht.
Die Redewendung „blaue Blume sein“ wird jedoch in Frankreich für eine Person verwendet, die sehr sentimental und/oder naiv ist. Das deutsche Pendant ist der Ausdruck „blauäugig sein“.

Se noyer dans un verre d'eau

Vielleicht seid ihr auch schon mal Menschen begegnet, die manche Situationen so darstellen, dass sie unlösbar erscheinen, obwohl sie mit ein bisschen Selbstdisziplin und Ehrgeiz durchaus machbar wären. Benutzte man denselben Ausdruck im 18. Jahrhundert noch zur Beschreibung von Personen, die nicht gerade sehr viel Glück hatten und/oder sehr unglücklich waren, so trifft dies heutzutage nicht mehr zu.
Wir halten fest: Personen, die „aus einer Mücke einen Elefanten machen“ und vor der geringsten Schwierigkeit kapitulieren, würden sich auch in einem Wasserglas ertränken.

Casser les pieds de quelqu'un

Dieser französische Ausdruck hat seine Wurzeln im 19. Jahrhundert und bedeutet wortwörtlich „jemandem die Füße brechen“. Wenn ein Franzose zum Beispiel sagt: „Il me casse les pieds avec ses problèmes“, heißt das, dass derjenige von den Problemen des anderen sichtlich genervt ist. Das deutsche Pendant zu diesem französischen Ausdruck ist „jemandem auf den Geist gehen“.

Jamais deux sans trois

Kennt Ihr das? Diese Tage, an denen man anscheinend mit dem falschen Fuß aufgestanden ist und einfach nichts einem gelingen möchte? „Niemals zwei ohne 3“ bezieht sich zwar nicht zwangsläufig auf negative Ereignisse sondern kann durchaus auch auf gute Neuigkeiten anspielen. Ist etwas zweimal passiert, so soll es um den Aberglauben willen auch ein drittes Mal geschehen. Spricht ein Franzose also von « jamais deux sans trois », kann dies je nach Kontext mit „ein Unglück kommt selten allein“ oder „aller guten Dinge sind drei“ übersetzt werden.

Couper les cheveux en quatre

Dieser französische Ausdruck hat seine Wurzeln im 17. Jahrhundert, damals war dieser noch als „fendre les cheveux en quatre“ (die Haare in 4 Stücke spalten) geläufig. Der Versuch ein Haar zu zerteilen, ist nicht nur sinnlos, sondern gleichermaßen eine Zeitverschwendung. Wenn in Frankreich also jemand sagt: « Il se coupe toujours les cheveux en quatre pour rien. », dann verfolgt eine Person ihre Aufgaben mit übertriebener Genauigkeit und macht sich unnötigerweise das Leben schwer. Das deutsche Äquivalent ist ganz ähnlich: „Das ist doch Haarspalterei“.

Avoir la frite

Avoir la pêche (Pfirsich), la banane (Banane), la patate (Kartoffel) ou la frite (Pommes): All diese französischen Redewendungen haben die gleiche Bedeutung und beschreiben eine gesunde und muntere Person. Jemandem, der im 20. Jahrhundert einen gut genährten Körper hatte, der der runden Form des Pfirsichs oder eben der Kartoffel ähnelte, ging es im Leben gut, und er befand sich in Hochform. In den 70er Jahren kam mit der Pommes eine modernere Version der Kartoffel auf. Einleuchtend ist auch die Erklärung des Bananen-Ausdrucks: Ihre gebogene Form lässt an ein breites Grinsen denken.

Maintenant que vous maîtrisez les expressions allemandes comme si vous étiez nés outre-Rhin, n’hésitez pas à consulter les offres d'emploi au pays de la langue de Goethe.
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