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Tipps zur Praktikumssuche in Frankreich

Ein Praktikum im Ausland hat viele Vorteile: ob es sich um ein vorgeschriebenes Praktikum im Rahmen des Studiums handelt oder freiwillig berufliche Erfahrungen gesammelt werden möchten, immer mehr Studenten entscheiden sich für ein Praktikum. Doch bevor es mit dem Praktikum losgehen kann, steht einiges an Organisation bevor.

Du bist auf der Suche nach einem Praktikum in Frankreich? Du möchtest deine Französischkenntnisse verbessern und gleichzeitig internationale Erfahrungen sammeln? Dann lies dir unsere Tipps zur Praktikumssuche in Frankreich durch!

  1. Suche nach einer Praktikumsstelle 
  2. Bewerbung auf ein Praktikum 
  3. Convention de stage 
  4. Vergütung und Finanzierung des Praktikums in Frankreich 
  5. Versicherung & Co. 
  6. Suche nach einer Unterkunft

 

1. Die Stellensuche


Wie fange ich mit der Stellensuche an? Ähnlich wie bei einem Praktikum im Inland, benötigt die Stellensuche eine gewisse Vorbereitung und Durchhaltevermögen. Die Suche in Online-Stellenportalen sollte immer den ersten Schritt darstellen: Auch auf EuroRekruter veröffentlichen wir regelmäßig Praktikumsausschreibungen, unsere aktuellen Anzeigen findest du hier. Weitere nützliche Portale zur Stellensuche sind:

Als zweiten Schritt solltest du das Verschicken von Initiativbewerbungen in Betracht ziehen. Viele Unternehmen sind prinzipiell offen, Praktikumsplätze anzubieten, veröffentlichen allerdings keine expliziten Stellenausschreibungen. Informiere dich gut über die Unternehmen, bei denen du dich bewerben möchtest, sodass du dein Anschreiben entsprechend anpassen kannst. Versuche außerdem, einen Ansprechpartner herauszufinden, sodass du deine Bewerbung direkt an eine Person adressieren kannst. Als gute Anlaufstelle können wir dir deutsche Unternehmen mit Filialen in Frankreich empfehlen. Schau dir auch unseren Blogartikel zu den Top Recruitern in Frankreich an, den Artikel findest du hier.

Als letzte Möglichkeit bietet sich die Beauftragung einer Vermittlungsagentur an. Neben der Vermittlung eines Praktikumsplatzes helfen dir die Agenturen bei der Vorbereitung und Organisation deines Praktikums. Allerdings solltest du hier vorab die Kosten für die Vermittlung überprüfen, denn diese können oftmals sehr hoch ausfallen. Du solltest dir also gut überlegen, ob sich diese zusätzlichen Kosten für dich lohnen und das Beauftragen einer Vermittlungsagentur für dich in Frage kommt.

 

2. Richtig bewerben


In unserem Bewerber-Bereich auf unserer Website haben wir bereits einige nützliche Informationen zur Erstellung der Bewerbungsunterlagen zusammengestellt. Achte darauf, deinen Lebenslauf und dein Bewerbungsschreiben auf die jeweiligen Stellen anzupassen und dein Anschreiben zu individualisieren. Weitere Tipps findest du hier.

In Frankreich ist es oftmals üblich, lediglich einen Lebenslauf für die Bewerbung zu verschicken. Wir empfehlen dir jedoch trotzdem, bei jeder Bewerbung ein Motivationsschreiben mitzuschicken. So kannst du den Personalverantwortlichen von deinen Fähigkeiten überzeugen und deine Stärken hervorheben.

 

3. Die Convention de stage


Da laut Gesetz ein Praktikum in Frankreich nur im Rahmen eines Studiums möglich ist, muss für das Praktikum eine Praktikumsvereinbarung abgeschlossen werden. Die sogenannte Convention de stage muss zwischen dem Arbeitgeber, der Hochschule und dem Praktikanten/der Praktikantin geschlossen werden und klärt die rechtlichen Bedingungen, Inhalte und Verantwortungen und Aufgaben der drei Parteien.

Welche Informationen müssen in der Praktikumsvereinbarung enthalten sein?

  1. Beschreibung der Tätigkeiten 
  2. Start- und Enddatum des Praktikums (Maximale Länge: 6 Monate) 
  3. Wöchentliche Arbeitszeit (meistens 35h/Woche) 
  4. Höhe der Vergütung (s.u.) 
  5. Aufzählung weiterer Vergünstigungen (z.B. für Transportkosten; Ticket Restaurants) 
  6. Bedingungen der Sozialversicherung 
  7. Bedingungen der Betreuung des Praktikanten 
  8. Bedingungen für die Ausstellung einer "Attestation de stage" 
  9. Modalitäten für eine vorzeitige Beendigung des Praktikums 
  10. Bedingungen, unter denen der Praktikant berechtigt ist, abwesend zu sein 
  11. Falls vorhanden, Klauseln zu unternehmensinternen Vorschriften


Solltest du zum Zeitpunkt des Praktikums nicht (mehr) an einer Hochschule eingeschrieben sein, besteht ebenfalls die Möglichkeit, das Programm PRAXES vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW/OFAJ) in Anspruch zu nehmen. In diesem Fall tritt das DFJW an die Stelle der Hochschule in der Praktikumsvereinbarung. Hier kannst du dich über das Programm informieren.

 

4. Vergütung und Finanzierung


Auch die Vergütung von Praktikanten ist in Frankreich seit 2015 gesetzlich geregelt. Für Praktika ab einer Dauer von 2 Monaten ist demnach eine Mindestvergütung verpflichtend. Aktuell beläuft sich diese auf 3,75 €/h und die Vergütung ist von weiteren Sozialabgaben befreit, es müssen also keine zusätzlichen Sozialversicherungs- oder sonstige Beiträge gezahlt werden. Auf dieser Seite kannst du dir die rechtlichen Vorgaben nochmals genauer anschauen: Service Public.

Des Weiteren sind die französischen Unternehmen dazu verpflichtet, sogenannte „avantages en nature“ zu zahlen. Besitzt das Unternehmen keine eigene Kantine, müssen den Praktikanten Essens-Gutscheine („Chèque Déjeuner/Ticket Restaurant“) zur Verfügung gestellt werden, bei denen der Arbeitgeber mindestens 50% des Betrags übernehmen muss. Außerdem sind die Arbeitgeber verpflichtet, 50% der Transportkosten zu übernehmen.


Wie kann ich mein Praktikum in Frankreich weiterhin finanzieren?


Für die Finanzierung des Praktikums bieten sich verschiedene weitere Möglichkeiten an:

DAAD– Der Deutsche Akademische Austausch Dienst) bietet verschiedene Stipendienprogramme für Praktika im Ausland an. So werden unter anderem Kurzstipendien für Praktika unter 2 Monaten vergeben, Fahrtkostenzuschüsse ermittelt oder Stipendien im Rahmen des Carlo-Schmid-Programms für Tätigkeiten im internationalen (Verwaltungs-) Bereich vermittelt.

PRAXES– Das Deutsch-Französische Jugendwerk bietet im Rahmen des Programms PRAXES zusätzlich ein Stipendium in Höhe von einmalig 500€ für Teilnehmer/innen mit besonderem Förderbedarf (bspw. finanzielle Schwierigkeiten).

Erasmus+ - Bekannt ist das Programm Erasmus+ vor allem unter Studierenden, die einen Auslandsaufenthalt an einer europäischen Hochschule verbringen. Doch auch Praktikanten können im Rahmen des Programms gefördert werden, sofern sie während des Praktikums an einer Hochschule immatrikuliert sind, die am Erasmus+ Programm teilnimmt. Die Höhe der Förderung hängt vom jeweiligen Zielland sowie dem individuellen Budget der Hochschule ab, bietet jedoch eine gute finanzielle Unterstützung für den Auslandsaufenthalt. Auch Graduierte können noch von dem Erasmus+ Programm profitieren, sofern sie sich noch während des letzten Semesters an der Hochschule für ein Praktikum über Erasmus+ bewerben. Weitere Informationen erhältst du beim International Office deiner Hochschule.

Auslands-BAföG – Bei einer Mindestdauer von 12 Wochen und einem vorgeschriebenen Praktikum im Rahmen des Praktikums besteht ebenfalls die Möglichkeit, Auslands-BAföG zu beantragen. Die Höhe der Förderung muss individuell berechnet werden, am besten sollte man sich so früh wie möglich mit seinem Sachberater auseinandersetzen. Zusätzlich zu den Bedarfssätzen können Zuschläge für Reisekosten, Zusatzkosten der Krankenversicherung oder erhöhte Lebenshaltungskosten bewilligt werden. Auch wenn du kein Inlands-BAföG bekommen solltest, ist eine Auslandsförderung durchaus möglich.

CAF (APL) – Als finanzielle Unterstützung für die Miete in Frankreich kannst du dich bei der Caisse d’Allocations Familiales (kurz CAF) informieren. Sobald du einen Mietvertrag in Frankreich unterschrieben hast, kannst du Wohngeld (APL oder ALS) beantragen. In diesem Fall benötigst du ein französisches Bankkonto, unsere Tipps dafür findest du im nächsten Abschnitt. Weitere Informationen zum Wohngeld erhältst du hier.

 

5. Versicherung & Co.


Bei einem Auslandsaufenthalt innerhalb der EU bist du normalerweise ausreichend über deine europäische Krankenversicherungskarte versichert. Es ist jedoch trotzdem empfehlenswert, eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abzuschließen, um dich vor unerwarteten Kosten zu schützen.

Einige bekannte Anbieter von Auslandskrankenversicherungen:

Des Weiteren kann es erforderlich sein, dass du ein französisches Bankkonto eröffnen musst (bspw. um Wohngeld bei der CAF zu beantragen). Für Studenten gelten jedoch besondere Konditionen bei der Eröffnung eines Bankkontos, deswegen solltest du dich unbedingt gründlich im Voraus informieren. Oftmals benötigst du einen festen Wohnsitz in Frankreich und je nach Bank ein minimales monatliches Einkommen.

Hier eine Übersicht über die bekanntesten Banken in Frankreich:

 

6. Unterkunft


Bevor du in das Praktikum starten kannst, stellt die Wohnungssuche einen weiteren wichtigen Punkt der Organisation dar. Gestaltet sich die Wohnungssuche in den meisten deutschen Städten bereits als schwierig, so braucht man in Frankeich eine ebenso große Ausdauer und ein bisschen Glück, um fündig zu werden. Solltest du Dein Praktikum in Paris absolvieren, raten wir Dir, unsere Blogartikel zum Thema Wohnungssuche und Umzug nach Paris durchzulesen.

Allgemein ist es ratsam, die deutschen Gewohnheiten bei der Suche nach einer Unterkunft in Frankreich abzulegen. Im Gegensatz zu Deutschland, werden die Zimmer in Frankreich kurzfristiger vermietet. Oftmals beträgt die Kündigungsfrist nur einen Monat, weshalb viele Wohnungsanzeigen kurzfristig online gestellt und Zimmer ohne große Vorlaufszeit vergeben werden.

Wir können dir diese Portale für deine Unterkunftssuche empfehlen:

 

Die wichtigsten Informationen und Tipps haben wir dir nun mit auf den Weg gegeben, jetzt liegt es nur noch an dir, ein passendes Praktikum zu finden und die Organisation rechtzeitig in die Hand zu nehmen.

Viel Erfolg!

 

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